EU profitiert stark: 3,8 Mrd. aus Online Glücksspiel

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Die Finanzminister der EU-Staaten dürften bei dem von der European Gaming and Betting Association (EGBA) kürzlich veröffentlichten Bericht hellhörig geworden sein. Zum ersten Mal überhaupt stellten die Mitglieder der EGBA ihre Zahlen hierzu zur Verfügung. Damit liegen nun erstmalig detaillierte Daten dazu vor, wie groß der europäische Online Glücksspielmarkt mittlerweile geworden ist. Dabei sei darauf hingewiesen, dass diese Angaben keineswegs den gesamten Online Glücksspielmarkt wiedergeben. Die EGBA Mitglieder bestehen nämlich lediglich aus acht Online Glücksspielanbietern sowie zwei mit dem Online Glücksspiel verbundene Unternehmen. Mit einem immer größer werdenden Markt kommen jedoch auch negative Veränderungen einher. 

EGBA Mitglieder zahlen Steuern in Milliardenhöhe  

Insgesamt belief sich die Steuerlast der EGBA Mitglieder im Jahre 2024 auf 3,8 Milliarden Euro. Damit tragen die zehn im Verband zusammengeschlossenen Unternehmen zu einem nicht unerheblichen Teil zu den Staatshaushalten bestimmter Länder der Europäischen Union bei. Die im Verband organisierten Unternehmen bestehen aus den Anbietern Flutter Entertainment, Entain, Bet365, Betsson Group, Evoke, LeoVegas, Superbet Group und FDJ United. Dazu kommt der Online Zahlungsanbieter Aircash sowie das auf Online Identitätsverifikationen spezialisierte Unternehmen Sumsub. Da es sich jedoch um die ersten auf die Steuerabgaben beziehenden gesammelten Daten handelt, ist unklar, ob der Markt sich verglichen mit 2023 positiv oder negativ entwickelt hat. 

In dem vorgestellten Bericht (Link auf Englisch) zur Entwicklung des Online Glücksspiels in Europa hoben die EGBA Mitglieder außerdem hervor, dass sie im Jahre 2024 148,9 Millionen Euro in die Forschung, Weiterbildungen und Behandlungen von Spielsucht bzw. der Spielsuchtprävention bereitgestellt haben. Es gibt allerdings sehr wohl verlässliche Vergleichsdaten zu einem anderen Thema. Das Online Glücksspiel in Europa boomt wie nie, denn die Anzahl der aktiven Spielerkonten bei den in der EGBA vertretenen Anbietern nahm 2024 um 18 % zu und liegt nun bei 38,6 Millionen.  

Das Thema Spielerschutz spielt eine immer wichtigere Rolle 

Europäischen Spielern nehmen den Spielerschutz ernst wie vermutlich keine andere Spielergruppe weltweit. So berichteten die EGBA Mitglieder, dass 69 % ihrer Kunden freiwillige Spielerschutzmaßnahmen wie etwa Einzahlungslimits nutzen. Damit spielen nun 26,7 Millionen Spieler mit selbstauferlegten Limits oder sonstigen Begrenzungen, was einem Plus von 28 % entspricht. Das Einzahlungslimit steht hierbei mit 65 % als am häufigsten genutztes Limit an erster Stelle. Gefolgt von einem Zeitlimit bzw. einer Erinnerungsfunktion.  

Aber auch der Selbstausschluss wird immer häufiger genutzt und hat mittlerweile einen Anteil von 12 % erreicht. Interessant ist, dass der Selbstausschluss bei Spielern im Alter von 35 oder älter sogar ganze 49 % ausmacht. Aber auch die EGBA Mitglieder schreiten immer häufiger ein. So wurden von ihnen 2024 100 Millionen Spielerschutzbenachrichtigungen an ihre Kunden versandt. Dies entspricht einer Zunahme von 48 % im Vergleich zum Vorjahr! Aber auch die Kundendienstmitarbeiter werden gezielter in dieser Hinsicht geschult. So liegt der Anteil an Servicemitarbeiter mit einer Weiterbildung zum Thema Spielerschutz bei EGBA Mitgliedern inzwischen bei 89 %.  

Größtes Problem bleibt nach wie vor der Schwarzmarkt 

Die CEOs der EGBA Mitglieder hoben im Rahmen ihres Jahresberichts in einem gesonderten Brief zudem die immer größer werdende Bedrohung von Schwarzmarktanbietern hervor. Als Beispiel führten sie die nun noch strengeren Regelungen in den Niederlanden an. Diese führten dazu, dass sich niederländische Spieler immer häufiger nach Schwarzmarktanbietern erkundigen würden. Allein britische Spieler würden mittlerweile 2,7 Milliarden Pfund an Einsätzen auf illegalen Online Glücksspielwebseiten platzieren!

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