NBA-Coach Billups vor Gericht: Mafia-Poker-Skandal

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NBA Hall of Famer Chauncey Billups erscheint heute vor einem Bundesgericht in Brooklyn. Der Vorwurf: Der Head Coach der Portland Trail Blazers soll zusammen mit der Mafia illegale Poker-Spiele manipuliert und Spieler um mindestens 7 Millionen Dollar betrogen haben. Die Anklage liest sich wie ein Drehbuch aus einem Mafia-Film.

Laut US-Justizministerium wurden 31 Angeklagte verhaftet, darunter Mitglieder der Bonanno-, Gambino- und Genovese-Verbrecherfamilien. Billups wird vorgeworfen, seit 2019 als sogenannte „Face Card“ fungiert zu haben – seine Promi-Berühmtheit sollte wohlhabende Spieler an die manipulierten Tische locken.

Hightech-Betrug am Pokertisch

Die Methoden der mutmaßlichen Betrüger waren erschreckend ausgeklügelt. Die Organisatoren nutzten manipulierte Mischmaschinen, Pokertisch-Trays mit versteckten Kameras, spezielle Kontaktlinsen und Brillen zum Lesen markierter Karten sowie Röntgentische. Die Technologie las die Kartenreihenfolge und übermittelte die Informationen an ein Mitglied außerhalb des Spiels. Dieses funkte die Daten zurück an einen „Quarterback“ am Tisch, der durch vorher vereinbarte Signale – etwa das Berühren bestimmter Chips – die anderen eingeweihten Spieler informierte.

Die Information wurde dann heimlich durch vereinbarte Signale wie das Berühren bestimmter Chips an andere Verschwörer am Tisch weitergegeben. Die Opfer? Ahnungslose „Whales“ und „Fische“, die glaubten, an fairen High-Stakes-Games teilzunehmen.

Poker-Insider hatten längst Verdacht

Interessanterweise kursierten in der Poker-Community bereits seit 2023 Gerüchte über manipulierte Spiele rund um Billups. Der bekannte Profi Matt Berkey warnte öffentlich in seinem Podcast vor Games, die „um Chauncey Billups herum aufgebaut“ waren. Er lehnte die Teilnahme ab, weil die Manipulation „definitiv bestätigt“ sei. Spieler hätten mit aussichtslosen Draws All-In gegangen und dann getroffen – ein klares Zeichen, dass sie die kommenden Karten kannten.

Mafia sorgte für „Schuldeneintreibung“

Die Verbrecherfamilien erhielten einen Teil der Gewinne und sorgten im Gegenzug für Gewalt und Einschüchterung. Wenn betrogene Spieler nicht zahlten, griffen die Mafia-Mitglieder zu Körperverletzung, Erpressung und Raub. Ein Opfer verlor allein 1,8 Millionen Dollar.

Billups‘ Anwalt beteuert die Unschuld seines Mandanten und erklärt, es sei unvorstellbar, dass jemand mit Billups‘ Status seine Hall-of-Fame-Karriere für ein Kartenspiel riskieren würde. Der fünfmalige All-Star und NBA-Finals-MVP von 2004 steht vor Anklagen wegen Betrugs und Geldwäsche – jede mit bis zu 20 Jahren Haft. Die NBA hat ihn sofort beurlaubt. Mehrere Angeklagte sollen bereits über Deals mit der Staatsanwaltschaft verhandeln.

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