Nevada verschärft Druck auf Prediction Markets

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Die Nevada Gaming Control Board (NGCB) dreht die Daumenschrauben an. Nach einem wegweisenden Gerichtsurteil gegen Kalshi warnt die Glücksspielbehörde ihre Lizenznehmer eindringlich: Wer mit Plattformen zusammenarbeitet, die unerlaubt Sport-Event-Contracts anbieten, riskiert seine Lizenz. Die Botschaft ist unmissverständlich – Nevada will das Monopol über Sportwetten in seinem Bundesstaat verteidigen.

Bundesrichter kippt Kalshis Argumentation

Richter Andrew Gordon stellte klar, dass Kalshis Interpretation eine bundesweite Zuständigkeit der CFTC für alle Sportwetten bedeuten würde, was jahrzehntelange föderale Strukturen der Glücksspielregulierung kippen und nicht haltbar sei. Der Richter revidierte damit seine eigene Entscheidung aus dem April, als er Kalshi noch eine einstweilige Verfügung gewährt hatte.

Gordon lehnte Kalshis Behauptung ab, dass Verträge auf Sportergebnisse als Swaps unter dem Commodity Exchange Act qualifizieren würden. Seine deutliche Formulierung: „Das sind Sportwetten und jeder, der sie sieht, weiß das. Das schließt Kalshi ein, die sich selbst als erste App für legale Sportwetten in allen 50 Bundesstaaten beworben hat.“

NGCB warnt alle Lizenznehmer

Die NGCB erklärte, dass während Robinhood und Crypto.com zugestimmt haben, Sport-Event-Contracts in Nevada einzustellen, Kalshi dies nicht getan hat. Die Behörde kündigte an, die Berufung von Kalshi „energisch zu bekämpfen“. In ihrer Mitteilung listet die NGCB konkrete Beispiele auf: Sport-Event-Contracts basierend auf Sportereignissen, aber auch Events wie die World Series of Poker, die Oscars, E-Sports und politische Wahlen fallen unter ihre Jurisdiktion.

Die NGCB warnt, dass Nevada-Lizenznehmer ohne Sports-Pool-Privilegien, die Sport-Event-Contracts anbieten oder mit entsprechenden Firmen kooperieren, bei der Bewertung ihrer Eignung für eine Nevada-Gaming-Lizenz mit Konsequenzen rechnen müssen. Auch das Anbieten in anderen Bundesstaaten könne die Eignung infrage stellen.

Branchen-Riesen reagieren unterschiedlich

Die Auswirkungen sind bereits spürbar. DraftKings und FanDuel kündigten in den letzten Tagen an, 2025 eigene Prediction-Market-Produkte in Staaten zu starten, in denen Sportwetten aktuell nicht legal sind. Beide Konzerne verließen daraufhin die American Gaming Association – ein Zeichen dafür, wie tief der Graben in der Branche inzwischen ist.

Nevada Gaming Control Board Chairman Mike Dreitzer erklärte, der Schritt von FanDuel und DraftKings, Sport-Prediction-Markets im Staat anzubieten, stelle „rechtswidrige Aktivitäten“ dar und sei „unvereinbar mit ihrer Fähigkeit, an Nevadas Gaming-Industrie teilzunehmen“. Die Botschaft: Wer in Nevada mitspielen will, muss sich an die Regeln halten.

Die rechtliche Auseinandersetzung ist längst nicht vorbei. Nevada ist einer von fast zwei Dutzend Staaten und Stammes-Gaming-Behörden, die Bundesgerichtsverfahren eingeleitet haben, um Kalshi und andere Prediction Markets daran zu hindern, Sport-Wett-Verträge in ihren Jurisdiktionen anzubieten. Das Urteil aus Nevada könnte Signalwirkung für die gesamte USA haben – und die Zukunft von Prediction Markets nachhaltig prägen.

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