Kabrhel führt WSOP Paradise Super Main – DACH stark vertreten

Image Credit: WSOP via X

Martin Kabrhel sorgt wieder für Schlagzeilen. Der umstrittene Tscheche beendete Tag 2A des 25.000-Dollar-Super-Main-Events bei der WSOP Paradise auf den Bahamas als Chipleader mit beeindruckenden 22,675 Millionen Chips. Doch der Weg dorthin war – typisch Kabrhel – alles andere als ruhig.

Ein hitziges Wortgefecht mit einem Gegenspieler über die Nutzung der Timebank eskalierte, bevor beide Spieler All-In gingen. „You see how I dance, Martin!“, rief der Kontrahent, bevor die Karten aufgedeckt wurden. Die Szene ging viral auf Twitter und untermauert einmal mehr Kabrhels Ruf als Poker-Provokateur. Mit 113 Big Blinds führt er nun das verbliebene Feld von 109 Spielern an.

Deutsche Armada in Lauerstellung

Aus DACH-Sicht läuft es besser als erwartet. Leonard Maue steht mit 70 Big Blinds auf Rang 8 als bester deutscher Spieler da, dicht gefolgt vom Österreicher Daniel Rezaei auf Platz 9 mit 69 Big Blinds. Auch Alexander Tkatschew (Rang 11, 63 BBs) und Leon Sturm (Rang 12, 63 BBs) mischen vorne mit.

Weltmeister Hossein Ensan kämpft sich mit 43 Big Blinds auf Rang 34 durch, während Matthias Lipp direkt dahinter auf Platz 35 folgt. Rainer Kempe (22 BBs) und Sebastian Gaehl (21 BBs) müssen sich hingegen mit Short Stacks ins Preisgeld arbeiten. Insgesamt haben 14 DACH-Spieler Tag 2A überlebt – eine beachtliche Quote.

Internationale Poker-Elite dabei

Die Chipleader-Liste liest sich wie ein Who’s who der Poker-Szene. Hinter Kabrhel folgen der Slowake Tomas Kubaliak (19,1 Millionen) und Evgenii Akimov aus Russland (18,45 Millionen). Unter den 109 Überlebenden finden sich auch Legenden wie Chris Moneymaker, Joe Cada, Anthony Zinno, Adrian Mateos, Alex Foxen und der thailändische Highroller Punnat Punsri.

Besonders pikant: Tag 2A startete mit 419 Überlebenden aus den Starttagen 1A und 1B, doch durch die offene Registrierung kamen weitere 303 Entries hinzu. Das bedeutete für alle Spieler einen Marathon-Tag, bevor nur noch die Top 7 Prozent des Feldes für Tag 3 qualifiziert waren.

Heute geht’s weiter

Während die Überlebenden von Tag 2A heute eine wohlverdiente Pause einlegen, wird Tag 2B ausgespielt. Die verbliebenen Spieler aus beiden Flights treffen dann am Tag 3 aufeinander, wenn es um den Einzug ins Preisgeld geht. Mit einem Prizepool, der die garantierten 72 Millionen Dollar übertroffen hat, steht den Spielern ein lukrativer Showdown bevor.

Ein besonderes Shoutout verdient Alex Theologis aus Griechenland, der als Wahlwiener auf Rang 7 (79 BBs) ebenfalls stark vertreten ist. Die WSOP Paradise entwickelt sich zum Schauplatz internationaler Poker-Power – mit ordentlich deutschsprachiger Beteiligung.

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