Menschenhandel in Bally’s Dover: Polizei findet Drogen-Labor

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Die Polizei von Dover, Delaware, hat am 16. Januar einen 44-jährigen Mann im Bally’s Dover Casino Resort festgenommen. Antwan Freeman wird neben Drogenhandel auch Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung vorgeworfen. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die dunkle Seite der Casino-Branche.

Die Beamten waren ursprünglich wegen einer körperlichen Auseinandersetzung gerufen worden. Was sie in Freemans Hotelzimmer fanden, übertraf ihre Erwartungen: 10,1 Gramm Crack-Kokain, 3,63 Gramm Heroin mit Fentanyl, 57,6 Gramm PCP, 19 Dosen Alprazolam sowie Equipment zur Crack-Herstellung. Dazu kamen 465 Dollar mutmaßliche Drogenerlöse. In dem Zimmer befand sich außerdem eine erwachsene Frau, die laut Polizei von Freeman zur Prostitution gezwungen wurde.

Jahrzehntelange Haftstrafen drohen

Freeman wurde ohne Zwischenfälle festgenommen und sitzt nun in der Sussex Correctional Institution. Die Kaution wurde auf 130.200 Dollar festgesetzt. Ihm drohen neun Anklagepunkte, darunter Besitz mit Verkaufsabsicht von PCP, Heroin und Crack-Kokain sowie zwei Anklagen wegen Menschenhandels. Der schwerste Vorwurf betrifft die sexuelle Ausbeutung durch Zwang, Betrug oder Nötigung.

In Delaware wird Menschenhandel für kommerzielle Sexzwecke als schweres Verbrechen der Klasse C eingestuft. Ist das Opfer minderjährig, steigt die Einstufung auf Klasse B. Freeman könnte bei einer Verurteilung in allen Punkten mehrere Jahrzehnte im Gefängnis verbringen. Während es keine offiziellen Schätzungen über die Zahl der Opfer in den USA gibt, geht das Polaris Project von mehreren Hunderttausend Betroffenen jährlich aus, wenn Sex- und Arbeitsausbeutung zusammengezählt werden.

Casinos müssen Aufklärung leisten

Delaware verpflichtet seine drei Casinos per Gesetz, Hinweisschilder zum Thema Menschenhandel auszuhängen. Diese müssen in allen öffentlichen Toiletten, Pausenräumen für Mitarbeiter und Lobbys gut sichtbar angebracht sein. Die Schilder sollen die Öffentlichkeit über Menschenhandel informieren und mögliche Anzeichen für Opfer aufzeigen.

Das Justizministerium von Delaware bezeichnet Menschenhandel als moderne Form der Sklaverei. Die Realität zeigt, dass Casinos trotz aller Vorsichtsmaßnahmen anfällig für solche Verbrechen bleiben. Erst vor wenigen Wochen gab es einen ähnlichen Vorfall im Bally’s Lincoln in Rhode Island, wo ein Mann behauptete, von zwei Frauen in ein Hotelzimmer gelockt und dort ausgeraubt worden zu sein. Ein bewaffneter Mann hatte ihn mit dem Tod bedroht und sein Casino-Gewinn gefordert.

Die Verhaftung im Bally’s Dover ist kein Einzelfall. Sie zeigt, dass Menschenhandel und organisierte Kriminalität auch in regulierten Spielstätten ein Problem bleiben. Die Casino-Industrie steht vor der Herausforderung, nicht nur für sicheres Glücksspiel zu sorgen, sondern auch aktiv gegen kriminelle Strukturen vorzugehen.

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