Poker-Legende Dan „Jungleman“ Cates ist bei seinem Box-Debüt im Beverly Hills Fight Club gescheitert. Der Kampf gegen Sportwetten-Experte Ryan „Elf“ Noel endete bereits in der zweiten Runde, nachdem Jungleman einen harten Schlag gegen den Kopf einstecken musste. Der Ringrichter brach den Kampf ab – ohne Sieger.
Der mit Spannung erwartete Kampf am Donnerstagabend im The Maybourne Beverly Hills zog ein gut betuchtes Publikum an, darunter der umstrittene Influencer Andrew Tate. Beide Kontrahenten gaben offen zu, keine nennenswerte Kampferfahrung zu haben – jeder hatte gerade mal einen Monat trainiert. Trotzdem war Jungleman als klarer Außenseiter in den Ring gestiegen.
Kontroverse um möglichen Cheapshot
Die erste Runde ging deutlich an Elf, doch Jungleman kämpfte tapfer. Zu Beginn der zweiten Runde gerieten beide Kämpfer zu Boden. Als sie wieder auf den Beinen waren, herrschte offenbar Verwirrung darüber, ob der Ringrichter das Kommando „Fight“ gegeben hatte. Während Cates noch nicht in Kampfposition stand, stürmte Elf quer durch den Ring und landete einen harten Schlag seitlich am Kopf seines wehrlosen Gegners.
Was viele Beobachter als Cheapshot werteten, führte zum sofortigen Abbruch. Junglemans Gesicht war blutig, der Schiedsrichter entschied, den Kampf zu beenden. Eine Disqualifikation von Elf gab es nicht – stattdessen wurde der Fight als „No Contest“ gewertet. Elf protestierte gegen diese Entscheidung, doch die Sache war gelaufen. Wie PokerNews erfuhr, erlitt Cates eine Gehirnerschütterung, fühlte sich aber den Umständen entsprechend gut.
Vom Pokertisch in den Ring
Der zweifache World Series of Poker Champion hatte in der Vergangenheit mehrfach auf Social Media angedeutet, sich nicht nur am Pokertisch, sondern auch im Kampfsport beweisen zu wollen. Im August hatte er erst 15 Millionen Dollar in einem Heads-Up-Match gegen Ossi „Monarch“ Ketola gewonnen. Sein erster Kampf endete nun in einer Kontroverse – ein Rematch ist unwahrscheinlich.
Elf, Moderator der „The Elf Show“ auf X und regelmäßiger Gast bei Hustler Casino Live, hatte vor dem Kampf große Töne gespuckt. Er empfahl seinen Followern sogar, „Haus und Hof“ auf ihn zu setzen, weil es „keine Chance gibt, dass ich verliere“. Poker-Pro Rob Kuhn bezeichnete Elf als „die sicherste Wette des Jahrhunderts“. Am Ende gab es weder Gewinner noch Verlierer – nur einen blutigen Pokerprofi mit Gehirnerschütterung.
Der Beverly Hills Fight Club, der an den gleichnamigen Film angelehnt ist, will eine klassischere Version der Underground-Kämpfe etablieren. Der Kampf zwischen Jungleman und Elf war einer von fünf Fights an diesem Abend. Nur geladene Gäste durften teilnehmen.






