Adelsons Versuch, in Texas ein Casino zu eröffnen, schlägt fehl

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Trotz der Millioneninvestitionen von Miriam Adelson, der 104 engagierten Lobbyisten und der massiven Wahlkampfunterstützung bleibt ihr Traum von Casino-Resorts in Texas vorerst unerfüllt. Die Milliardärin und Besitzerin der Las Vegas Sands Corporation musste in der Legislaturperiode 2025 eine herbe Niederlage einstecken.

Wenn Geld allein nicht reicht Seit Januar 2024 hat Adelson mehr als 13,2 Millionen Dollar in texanische Political Action Committees investiert, ein Heer von Lobbyisten aufgebaut und die Bevölkerung mit TV-Werbung bombardiert. Die Absicht: Casino-Glücksspiel in Texas legalisieren und die Verfassung ändern. Aber genau diese aggressive Strategie hat sich als Bumerang erwiesen. Die Experten beurteilen Sands‘ Auftritt als zu aggressiv und fast schon wie Bullying, was dem Unternehmen zahlreiche Feinde innerhalb der republikanischen Basis eingebracht hat.

Es ist ein tiefer liegendes Problem, das über die Taktik hinausgeht. Seit 1876 verbietet die texanische Verfassung die meisten Formen des Glücksspiels, und um dies zu ändern, ist eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern erforderlich. Lieutenant Governor Dan Patrick ließ sofort wissen: Die Republikaner im Senat haben nicht genug Unterstützung dafür. Er hatte Sands klar etwas zu sagen: In einem konservativen Bundesstaat wie Texas lässt man keine großen Gesetze mit demokratischer Mehrheit einfach durch.

Irving-Debakel als Gipfelpunkt

Adelson erreichte einen vorläufigen Tiefpunkt in Irving, wo Sands ein Grundstück nahe dem ehemaligen Texas Stadium besitzt. Als hunderte verärgerte Anwohner im März 2025 zu den Stadtratssitzungen kamen und Schilder mit „Don’t Vegas My Irving“ hochhielten, zog Sands kurz vor Ablauf der Frist den Casino-Teil aus dem Zonierungsantrag zurück. Die Pläne für ein 4-Milliarden-Dollar-Resort mit neuem Mavericks-Stadion und Casino sind gescheitert.

Die Verbindung zu den Dallas Mavericks, deren Mehrheitseigentümerin Adelson seit 2023 ist, war dabei entscheidend. Mark Cuban, der vorherige Besitzer, hatte offen darüber gesprochen, dass die Arena möglicherweise in ein Casino-Resort umgewandelt werden könnte. Aber der Widerstand war zu stark – von der University of Dallas über religiöse Organisationen bis zu Anwohnern, die um ihre Nachbarschaft bangten.

Texas bleibt stark

Momentan sind in Texas nur die staatliche Lotterie, Pferderennen und drei Native American Casinos legal. Und genau so soll es ihrer Meinung nach auch bleiben. Obwohl die Texas Ethics Commission die Millionen-Spenden von Adelson an Politiker wie House Speaker Dade Phelan (1,02 Millionen Dollar) und Lieutenant Governor Dan Patrick (200.000 Dollar) festhält, ist politischer Einfluss eben nicht einfach käuflich.

Trotz alledem zeigt Sands keinen Aufgeben. Andy Abboud, Senior Vice President von Las Vegas Sands, hebt hervor, dass man für einen Marathon bereit sei und dass Casino-Resorts in Texas langfristig unvermeidlich seien. Die nächste Legislaturperiode wird kommen – ob sie mehr Erfolg hat, wird sich zeigen.

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