Japan geht nun ernsthaft den Schritt, in den Casino-Markt einzutreten. Ab Mai 2027 haben regionale Verwaltungen die Möglichkeit, sich um die Entwicklung integrierter Casino-Resorts zu bewerben. Nachdem 2023 nur Osaka eine Lizenz erhielt, sind jetzt zwei weitere Lizenzen verfügbar. Vom 6. Mai bis zum 5. November 2027 können Sie sich bewerben.
Das Land verfolgt ein vorsichtiges, aber ehrgeiziges Modell: Integrierte Resorts, wo das Casino nur einen kleinen Teil ausmacht. Um internationale Besucher zu gewinnen und den Tourismus zu fördern, werden Hotels, Konferenzzentren, Theater und Einkaufsbereiche geschaffen. Die Japan Tourism Agency ist für die Koordination des Prozesses, der auf dem IR-Gesetz von 2018 basiert, zuständig.
Osaka als Modellstadt
Das erste genehmigte Projekt ist schon am Laufen. MGM Osaka wird auf der künstlichen Insel Yumeshima in der Osaka-Bucht errichtet – dem Standort der Weltausstellung im Jahr 2025. Die Baustelle wurde im April 2025 eröffnet, und man plant, im Herbst 2030 zu eröffnen. Es wird mit einem Investment von 1,27 Billionen Yen (etwa 8 Milliarden Euro) eines der größten Casino-Resort-Projekte der Welt.
MGM Resorts International und die japanische Orix Corporation besitzen jeweils 42,5 Prozent der Anteile, während lokale Partner wie Panasonic und West Japan Railway die restlichen 15 Prozent halten. Das Resort beinhaltet drei Hotels mit insgesamt 2.500 Zimmern, ein Theater für 3.500 Personen, 400.000 Quadratfuß an Konferenzflächen sowie verschiedene Restaurants und Geschäfte. Das Casino darf gesetzlich nur maximal drei Prozent der gesamten Innenfläche einnehmen – geplant sind etwa 2.000 Spielautomaten und 200 Tischspiele.
Hokkaido und Tokio im Wettbewerb
Vor allem Hokkaido im Norden und die Hauptstadtregion Tokio gelten als potenzielle Bewerber. Obwohl Hokkaido sich in der ersten Runde zurückgezogen hatte, zeigt es jetzt wieder Interesse. Im August 2025 führte die Präfektur eine Umfrage durch, und zwei Kommunen vor Ort signalisierten ihre Bereitschaft. Hard Rock International, which opened an office in Tomakomai back in 2018, has confirmed its ongoing interest in the location.
Ein Tokio-Wochenende wäre der größte Fang. Die Hauptstadt, mit über 37 Millionen Einwohnern in der Metropolregion, wäre ein Top-Standort für internationale Casino-Betreiber. Tokio hat sich aus politischen Gründen bisher zurückgehalten, aber jetzt gibt es Fortschritte. Kommentar von Machida von Hard Rock Japan: „Wir sind begeistert von der neuen Lizenzrunde und haben uns langfristig zu Japan verpflichtet.“
Abhängigkeit vom Spiel und Sicherheit der Öffentlichkeit
Japan behandelt das Thema Casino mit strengen Auflagen. Japanische Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Japan zahlen pro Besuch 3.000 Yen (ungefähr 21 US-Dollar) Eintritt. Die Bevölkerung von Osaka ist sogar doppelt so hoch. Außerdem dürfen Japaner maximal drei Mal pro Woche und zehn Mal pro Monat ins Casino – jedes Mal ist ein Ausweis erforderlich.
Diese Aktionen haben das Ziel, Spielsucht zu verhindern. Rund 3,2 Millionen Menschen in Japan sind Schätzungen zufolge gefährdet, spielsüchtig zu werden. Das Land geht gleichzeitig massiv gegen illegales Online-Glücksspiel vor. Im September 2025 trat ein verschärftes Gesetz in Kraft, das es untersagt, nicht lizenzierte Online-Casinos zu betreiben oder zu bewerben. Trotz eines Verbots nutzen über 3 Millionen Menschen diese Plattformen, die einen geschätzten Jahresumsatz von 1,24 Billionen Yen erzielen.






