Jetzt geht es an den Geldbeutel von Influencern. Lange wurde illegale Glücksspielwerbung zwar verurteilt und gerügt – nun macht die niederländische Glücksspielbehörde allerdings ernst. Drei größere Influencer wurden nun hohen Zwangsgeldern gestraft. Die neue Offensive sieht sogar Strafen bis zu 75.000€ pro Person vor.
Die KSA hat drei Influencer mit Zwangsgeldern belegt, was Teil einer bereits angekündigten umfassenderen Kampagne ist, um härter gegen Influencer vorzugehen. Die Behörde begründet ihre Entschlossenheit damit, dass Influencer oft ein junges und damit besonders gefährdetes Publikum ansprechen.
Die Influencer veröffentlichten auf ihren Social-Media-Kanälen Videos, die Glücksspiele bei illegalen Anbietern zeigten, machten aktiv Werbung für diese Anbieter und ermutigten ihre Follower, auf diesen illegalen Plattformen zu spielen. Nach Angaben der KSA hatten alle drei Influencer zuvor deutliche Hinweise erhalten, dass die Werbung für illegales Glücksspiel in Videos verboten ist.
48-Stunden-Ultimatum mit drastischen Konsequenzen
Die KSA verhängte eine Zwangsmaßnahme: Die Influencer müssen bestehende Inhalte innerhalb von 48 Stunden entfernen und dürfen keine neuen Werbeaktionen für illegale Anbieter veröffentlichen. Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung sind empfindlich: 25.000 Euro pro Verstoß, mit einer Obergrenze von 75.000 Euro pro Person.
Die Behörde betont, dass sie diese Verstöße weiterhin aufmerksam beobachten wird. Der Schutz junger Menschen vor Inhalten, die illegales Glücksspiel fördern, steht dabei im Mittelpunkt. Die Maßnahme reiht sich ein in die für 2025 angekündigte Strategie der KSA, verstärkt gegen illegale Glücksspielwerbung vorzugehen.
Verantwortung liegt bei den Werbenden
Die KSA wies darauf hin, dass die Werbetreibenden und Content-Ersteller für die Prüfung verantwortlich seien, ob eine Website eine Lizenz für den niederländischen Glücksspielmarkt besitzt. Die häufige Ausrede, man habe nicht gewusst, dass das Angebot illegal sei, lässt die Behörde nicht gelten. Wer nicht prüft, riskiert Sanktionen.
Erschwerend komme hinzu, dass sich Influencer an jüngere Konsumenten wenden, wodurch illegale Werbung, die an diese schutzbedürftige Zielgruppe adressiert sei, ein hohes Risiko trage. Gleiches gelte für Werbung, die sich an Personen mit Einträgen im CRUKS-Sperrregister richtet – dem niederländischen Selbstausschluss-System.






