Die spanische Pokerprofi Leonor „Leo“ Margets hat Geschichte geschrieben – und ist dennoch früh gescheitert. Als erst zweite Frau überhaupt schaffte sie es an den Finaltisch des WSOP Main Events. Doch der große Traum vom ganz großen Wurf endete bereits am ersten Finaltag. Mit einem siebten Platz sicherte sich Margets zwar ein Preisgeld von 1,5 Millionen US-Dollar, doch das Turnier nahm für sie ein bitteres Ende.
Ein dramatischer River entschied die alles entscheidende Hand. Ihre Gegnerin traf mit einem „Runner-Runner Flush“, eine seltene Kombination, die Margets aus dem Spiel warf. Trotz der Enttäuschung zeigte sich die Spanierin gefasst und stolz auf ihren Lauf: „Ich habe alles gegeben und bereue nichts“, so ihre Worte nach dem Aus.
Zweite Frau in über 50 Jahren
Margets’ Finaltisch-Teilnahme ist ein Meilenstein. Seit der legendären Barbara Enright im Jahr 1995 hatte es keine Frau mehr geschafft, bis in die letzten neun des prestigeträchtigsten Turniers der Pokerwelt vorzudringen. Bei einer Teilnehmerzahl von über 9.700 Spielern ist das ein beachtlicher Erfolg, der nicht nur in der Poker-Community für Aufsehen sorgte, sondern auch medial weltweit Beachtung fand.
Die Unterstützung aus der Szene war groß: Spielerinnen wie Maria Ho, Kristen Foxen und Nadya Magnus feierten Margets’ Erfolg als Signal für mehr Sichtbarkeit und Chancengleichheit im professionellen Poker.
Preisgeld, Prestige und Pokerboom
Mit dem 7. Platz kassierte Margets ihr bislang höchstes Live-Preisgeld. Bereits vor dem Turnier war sie keine Unbekannte: 2021 gewann sie ein Bracelet beim Event „The Closer“ und hatte sich als konstante Kraft im internationalen Poker etabliert. Die WSOP 2025 dürfte dennoch als Wendepunkt in ihrer Karriere gelten – allein durch die mediale Reichweite und Symbolkraft dieses Finaltischs.
Für viele gilt Margets nun als Wegbereiterin für eine neue Pokerwelle unter Frauen. Social-Media-Reaktionen zeigen, wie stark ihr Lauf verfolgt und gefeiert wurde. „Das war 30 Jahre überfällig“, schrieb eine bekannte Pokerspielerin auf Twitter.
Wer holt sich den Titel?
Während Margets ausgeschieden ist, kämpfen andere bekannte Namen weiter um den Titel. Unter den verbliebenen Spielern sind WSOP-Veteranen wie Michael Mizrachi und Kenny Hallaert, aber auch Überraschungskandidaten. Der Finaltisch verspricht Hochspannung, denn das Preisgeld für den Sieger liegt bei rund 10 Millionen US-Dollar.
Die Übertragung erfolgt über PokerGO und wird von internationalen Kommentatoren wie Phil Hellmuth und Daniel Negreanu begleitet. Besonders das spektakuläre Ausscheiden von Margets dürfte in der Zusammenfassung zu den Highlights gehören.
Ein Vorbild trotz Niederlage
Auch wenn der Traum vom WSOP-Sieg geplatzt ist – Leo Margets hat Geschichte geschrieben. Ihr Auftritt am Finaltisch steht für mehr als nur ein Platz in der Ergebnisliste. Sie ist zur Symbolfigur für ambitionierte Spielerinnen weltweit geworden. Die Pokerwelt dürfte ihren Namen noch lange im Gedächtnis behalten.






