2025 markiert das erste Jahr der zweiten Amtszeit des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Seine teils aggressive Außenpolitik brachte für einige Bereiche der US-Wirtschaft harsche Folgen mit sich. Neben dem Landwirtschaftssektor traf es keinen anderen derart hart wie den Tourismus. Die Besucherzahlen brachen im Laufe des Jahres immer weiter ein und wie dramatisch die Auswirkungen tatsächlich sind, lässt sich vermutlich am deutlichsten in der Entwicklung der Glücksspielhauptstadt der Welt Las Vegas erkennen. Vor allem die bisher zwei größten Besuchergruppen, Touristen aus Kanada sowie Mexiko, machen einen großen Bogen um Nevadas größte Stadt. Die wirtschaftliche Entwicklung von Nevada als Ganzes sowie Las Vegas kannte deshalb 2025 nur eine Richtung, nach unten. Gegen Ende des Jahres 2025 meldete der Bundesstaat neue Horrorzahlen und das trotz des Formel 1 Rennens im November. Aber es gab auch einige positive Signale.
Gesamtentwicklung wird weiterhin von einem negativen Trend überschattet
Das Jahr 2025 war für Nevada insgesamt betrachtet ein echtes Horrorjahr und daran sollte sich bis zum Ende auch nichts ändern. Die Betreiber der Casinos und Hotels in Las Vegas sahen sich Monat für Monat mit neuen noch weiter zurückgegangenen Besucherzahlen konfrontiert. Gegen Herbst 2025 gab es jedoch Anzeichen dafür, dass es doch noch Grund zur Hoffnung gibt. Zwar finden sich immer weniger Touristen in Las Vegas ein, dafür stieg jedoch der von den Casinos erzielte Bruttospielertrag an. Was sich auf den ersten Blick wie ein Widerspruch liest, lässt nur einen einzigen Rückschluss zu. Es kommen zwar weniger Besucher nach Las Vegas, Reno und Co. dafür geben diese wenigen jedoch mehr Geld an den Spielautomaten und Spieltischen aus.
Genau diese Entwicklung setzte sich auch im November 2025 fort. Wie die Glücksspielaufsichtsbehörde des Bundesstaates kürzlich vermeldete (Link auf Englisch), stieg der Bruttospielertrag im November 2025 verglichen mit den Zahlen 2024 um mehr als 2 % an und fand sich bei 1,34 Milliarden US-Dollar ein. Verantwortlich für dieses Plus waren jedoch nicht die großen Spielbanken am Las Vegas Strip, denn hier gab es mit einem Bruttospielertrag in Höhe von 784,3 Millionen US-Dollar (-0,5 % im Vergleich zu November 2024) praktisch lediglich eine Nullrunde. Nein, es sind kleine und deutlich weniger bekannte Spielerstädte wie Boulder (+20 %) oder Laughlin (+11,6 %), die überraschend positive Ergebnisse vorweisen können.
Formel 1 Rennen als letzte Chance auf einen positiven Trend am Horizont zum Jahreswechsel
Das bedeutet, dass das Ausbleiben internationaler Touristen aus Kanada, Mexiko und Europa sich immer negativer auf die Bilanzen auswirkt. Diese kleinen Spielerstädte leben nämlich fast ausschließlich von der Binnennachfrage, sprich US-amerikanischen Besuchern. Der letzte Hoffnungsschimmer am Horizont stellte für Las Vegas das zum dritten Mal hier veranstaltete Formel 1 Rennen im November dar. Dafür gab es auch gute Gründe, denn in jedem der beiden vormals in Las Vegas veranstalteten Rennen konnte die Stadt mehr als 1 Milliarde Dollar an zusätzlichen Einnahmen verzeichnen.
Grund für noch mehr Pessimismus lieferte der Geschäftsführer der Las Vegas Convention and Visitors Authority, Steve Hill. Er sprach vom Formel 1 Rennen 2025 nämlich als „bestes Rennen, das wir jemals hatten, es füllte fast die Hälfte aller Hotelzimmer.“ Nichtsdestotrotz machten sich die zahlreich erschienenen Besucher nicht in den Bilanzen der Casinobetreiber von Las Vegas bemerkbar. Neue Wolken am Horizont kommen vom Harry Reid Airport, denn die Passagierzahlen gingen erneut zurück, und zwar um satte 21 %.






