Antonio Gates, frischgebackener Hall-of-Fame-Tight-End, sieht sich mit brisanten Vorwürfen konfrontiert. Der ehemalige NFL-Star soll an manipulierten Poker-Runden in Miami teilgenommen haben – genau jener Art von Spielen, die gerade für einen Skandal um NBA-Coach Chauncey Billups sorgen. Gates wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen.
Klare Stellungnahme durch Management
Gates‘ Business-Managerin Denise White stellte am Montag klar: „Antonio Gates war nicht involviert und es wurden keine Vorwürfe gegen ihn erhoben. Gegenteilige Behauptungen sind falsch und unbegründet“. Die Erklärung kommt, nachdem Sportjournalist Pablo Torre in seinem Podcast berichtete, Gates habe ein manipuliertes Poker-Game in Miami gehostet und daran teilgenommen, das von Curtis Meeks organisiert worden sein soll.
Entscheidend: Gates wurde weder in den vergangene Woche in Brooklyn entsiegelten Anklageschriften erwähnt, noch steht er bekanntermaßen unter Ermittlung. Auch wurde er von den Behörden nicht öffentlich eines Verbrechens beschuldigt. Er wurde im August in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen und erhielt am 19. Oktober seinen Hall-of-Fame-Ring bei einem Chargers-Heimspiel.
Operation Royal Flush erschüttert die Sportwelt
Der Hintergrund der Vorwürfe ist brisant: Das FBI hat in der vergangenen Woche 34 Personen verhaftet, darunter Trail-Blazers-Coach Chauncey Billups und Miami-Heat-Guard Terry Rozier, im Rahmen zweier weitreichender Ermittlungen zu illegalem Sportwetten und manipulierten Poker-Spielen mit Mafia-Verbindungen. Die Untersuchung, die bis mindestens 2019 zurückreicht, trägt den Codenamen „Operation Royal Flush“.
Die Opfer verloren mindestens 7,15 Millionen Dollar bei den manipulierten Spielen. Die Betrüger nutzten hochmoderne Technologie wie präparierte Mischmaschinen, versteckte Kameras in Poker-Chip-Trays und sogar Röntgengeräte, die in die Tische eingebaut waren. Prominente Ex-Athleten wie Billups und Damon Jones wurden als „Face Cards“ eingesetzt – ihre Anwesenheit sollte wohlhabende „Fische“ an die Tische locken und den Spielen Legitimität verleihen.
Vier Mafia-Familien involviert
Bundesstaatsanwälte behaupten, dass die manipulierten Poker-Spiele von Mitgliedern der New Yorker Mafia betrieben wurden, darunter die Genovese-, Gambino-, Lucchese- und Bonanno-Familien. Die Mafia-Mitglieder sorgten durch Drohungen und Einschüchterung dafür, dass die Opfer ihre Spielschulden bezahlten und erhielten im Gegenzug einen Anteil an den Gewinnen.
Für die Mafia hat sich das ordentlich gelohnt. Im Sommer 23 hat ein einzelnes Spiel in Manhattan ganze 1,8 Millionen, ja Millionen, Dollar eingespielt. Billups und Rozier wurden von der NBA umgehend beurlaubt – die Integrität der Spiele haben oberste Priorität, heißt es.
Ob Gates tatsächlich in die Machenschaften verwickelt war oder unwissentlich an den Spielen teilnahm, bleibt offen. Torre hat seine Berichterstattung bisher nicht zurückgenommen. Für Gates steht viel auf dem Spiel – nicht nur sein Ruf, sondern auch sein frisch gewonnenes Hall-of-Fame-Vermächtnis.






