Der Manager des Majestic Pride Casinos im Lotus Tower in Colombo sitzt in U-Haft. M.M.D.W. Herath wird vorgeworfen, über WhatsApp und Telegram-Gruppen einen Betrug in Höhe von 373.300 Rupien (rund 1.100 Euro) begangen zu haben. Das Pikante: Innerhalb von nur zwei Tagen sollen 9,2 Millionen Rupien (etwa 27.000 Euro) auf sein Konto geflossen sein.
Herath aus der Region Kalupahana hatte Opfern vorgegaukelt, sie könnten mit dem Namen der bekannten Textilmarke Brandix Geld verdienen. Eine klassische Masche, die in Sri Lanka offenbar auf fruchtbaren Boden fiel. Ein Bewohner aus Kuliyapitiya erstattete Anzeige, woraufhin die Computer Crimes Investigation Unit der Nordwestprovinz aktiv wurde.
Lotus Tower: Prestigeprojekt mit Casino
Das Majestic Pride Casino im Lotus Tower ist noch relativ neu auf dem sri-lankischen Markt. Im August 2024 eröffnete die indische Majestic Group – bekannt für ihr Offshore-Casino in Goa – das Casino in Colombo im Rahmen einer Partnerschaft mit Golden Island Hospitality. Der Lotus Tower, mit über 350 Metern Höhe das elftgrößte Gebäude Asiens, soll zu einem Entertainment-Hub im Wert von einer Milliarde Dollar ausgebaut werden.
Das Casino im zweiten Stock des Turms umfasst 4.088 Quadratmeter und wurde auf zehn Jahre an die indische Majestic Group vermietet. Golden Island Hospitality erhielt die Lizenz vom Finanzministerium im Juli 2024 – Teil eines größeren Plans, den Lotus Tower zum zentralen Anlaufpunkt für Touristen zu machen.
Sri Lanka hat aktuell sechs lizenzierte Casinos: Bally’s, Bellagio, Casino Marina, Stardust, Continental Club und The Ritz Club. Die Lizenzgebühren wurden im Februar 2024 drastisch erhöht – neue Betreiber zahlen bei Investitionen ab 250 Millionen Dollar eine Lizenzgebühr von 31 Millionen Dollar.
Bis 22. Januar in U-Haft
Das Gericht in Piliessa ordnete U-Haft bis zum 22. Januar an. Die CID (Criminal Investigation Department) wurde angewiesen, bis dahin über den Ermittlungsfortschritt zu berichten. Die Untersuchungen laufen unter Aufsicht von Police Inspector Maleesha Herath von der Computer Crimes Investigation Unit.
Der Fall wirft kein gutes Licht auf das noch junge Casino. Während das Majestic Pride als Premium-Destination für Touristen vermarktet wird und Jobs für die lokale Jugend schaffen soll, steht nun ein Manager der Einrichtung wegen Betrugsvorwürfen vor Gericht. Ob der Betrug in Verbindung mit dem Casino-Betrieb stand oder eine private Nummer war, ist bislang unklar.






